Kategorien
Die Corona-Krise und die Soziologie

Ungleichheitsvirus Neoliberalismus

Jule Gavrin schreibt, bezugnehmend auf Butler und Mbembe, über die strukturelle Ungleichmachung der Körper in der Pandemie; Christoph Butterwegge beruft sich im Gespräch mit der taz vor allem auf empirische Ergebnisse und Verteilungsfragen – das wahre Ungleichheitsvirus sei jedoch der Neoliberalismus. Dass dieser häufig missverstanden werde, auch im Kontext von aktuellen Forderungen nach mehr staatlicher Kontrolle im Umgang mit der Krise, meint Michael Hartmann.

Auch Michael Sandel problematisiert in einem längeren Interview die dem Neoliberalismus inhärente Leistungsideologie in den USA, ihre Konsequenzen für politische Entwicklungen sowie ihre negativen Implikationen für die Demokratie – die er gleichermaßen als Gemeinwohlorientierung als Alternative skizziert. Schließlich äußert sich Axel Honneth vorsichtig optimistisch zu möglichen demokratischen Potentialen der Krise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.